Diese Best Practice wurde eingereicht von:
Stadt Fellbach, Verein Ndwenga e. V. und Forum der Kulturen Stuttgart e. V.

„An(ge)kommen in Fellbach. Damals und Heute“, Erzählcafés für Senior*innen und Geflüchtete in Fellbach

Die Stadt Fellbach, der Verein Ndwenga e.V. und das Forum der Kulturen organisierten im Rahmen des Projekts „Menschen auf der Flucht“ eine Reihe an Erzählcafés für Senior*innen und Geflüchtete mit dem Titel „An(ge)kommen in Fellbach. Damals und Heute“.

Das Ziel war es, Menschen mit Fluchterfahrungen aus drei Generationen zusammenzubringen – Senior*innen, welche nach dem Zweiten Weltkrieg geflohen sind, Menschen die vor mehr als 10 Jahren nach Deutschland gekommen sind und inzwischen zu einem aktiven Teil der Gesellschaft geworden sind (Mitglieder der Dialog AG) sowie aktuell Geflüchtete. Obwohl viele Senioren selbst Fluchterfahrungen haben, begegnen sie den aktuellen Geflüchteten mit Skepsis, Angst und Misstrauen, so Frau Hug, die Leiterin der Stabstelle Senioren, Integration und Inklusion. Deshalb sollten diese drei „Flüchtlingsgenerationen“ aufeinandertreffen, sich in einem geschützten, intimen Raum gegenseitig von ihren Fluchtgeschichten und Fluchterfahrungen erzählen und so das Verständnis und die Empathie füreinander stärken.

Die Veranstaltungen wurden in drei Begegnungszentren mit jeweils unterschiedlicher Konfessionsausrichtung – evangelisch, katholisch und konfessionsfrei – durchgeführt. Die Abende wurden immer von Frau Rosemarie Budziat moderiert, um allen Gesprächsteilnehmende genug Zeit und Raum für ihre Geschichten einräumen zu können. Um diese bewegenden Geschichten festzuhalten, wurden die Erzählenden zudem von der Journalistin Annette Clauß Fotografin Natalia Zumarán porträtiert. Die daraus entstandene Ausstellung „An(ge)kommen in Fellbach. Augenblicke. Geschichten. Begegnungen“ konnte bis zum 18. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus Fellbach besichtigt werden.

 

Bericht: Preslava Abel

Foto: Natalia Zumarán