Diese Best Practice wurde eingereicht von:
Serbisches Akademikernetzwerk - Nikola Tesla e. V.

Projekt POWEReinwanderer

In Deutschland beschäftigt uns aktuell ein großes Thema – Einwanderung generell und insbesondere Flüchtlinge und ihre Integration. Die gesamte Situation ist unserer Meinung nach mit Negativbeispielen belastet. Dadurch entstehen Vorurteile und Stereotypen, die sich auch bei Jugendlichen festsetzen. Wir als Verein nehmen ein anderes Bild wahr und wir möchten darüber in der Praxis berichten. Es wird oft übersehen, wie viele gut ausgebildete Einwanderer erfolgreich an spannenden Aufgaben als Forscher, Ingenieuren oder Lehrkräfte arbeiten oder gar ihre eigenen Firmen gegründet haben.

Wer sind POWEReinwanderer?

Das sind Einwanderer, die in Deutschland beruflich erfolgreich sind und als Vorbild gelungener Integration dienen können. Mit POWER wollen wir zum Ausdruck bringen, dass Sie ihre großen Stärken in ihrem Beruf und Alltag einbringen und damit einen großen Beitrag für den Wohlstand in Deutschland leisten bzw. ein Gewinn und Verstärkung für Deutschland darstellen. Diese Menschen werden zu unserem Gastgeber, wir besuchen sie auf ihrem Arbeitsplatz, sie werden uns ihren Beruf/ihre Firma vorstellen, über ihren Weg und Herausforderungen die sie persönlich gemeistert haben berichten und Ihre Botschaft für die neue Generation sagen.

Ein kleiner Besuch kann so viel bewirken

– Kleinere Gruppen (5-10 Jugendliche) besuchen die POWEReinwanderer in ihrer beruflichen Umgebung, an ihrem Arbeitsplatz.
– POWEReinwanderer stellt seine Arbeit vor und erzählt seine Einwanderergeschichte
– ggf. Medien begleiten den Besuch und berichten darüber
– evtl. ein gemeinsames Mittagessen rundet den Besuch ab

Es wird angestrebt, gemischte Gruppen zusammenzubekommen (sowohl Deutsche als auch die Schüler mit Migrationshintergrund).

Was wollen wir damit erreichen?

Vorurteile und Stereotypen werden bei den Jugendlichen abgebaut – der positive Beitrag der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft wird hervorgehoben einerseits, und andererseits wird deutlich, dass der Migrationshintergrund nicht hinderlich für den beruflichen Erfolg sein muss. Die POWEReinwanderer erfüllen damit eine Vorbildfunktion. Motivation und Ehrgeiz zur weiteren Bildung bei den Jugendlichen werden gestärkt. Ein Migrationshintergrund kann eine zusätzliche Kompetenz und Stärke sein. Die Vernetzung und Kontakte, die im Rahmen des Projekts ausgebaut werden, können den Jugendlichen bei der Berufs- bzw. Studienwahl helfen.

Starthilfe
Mit der Stiftung Liebenswert der PSD Bank Bad Cannstatt haben wir den ersten Unterstützer bekommen. Sie haben sofort die Idee des Projekts verstanden und begrüßt. Über „House of Ressources“ beim Forum der Kulturen wurde die stabile und sichere Fortsetzung gewährleistet. Ohne diese zwei Partner wäre es nicht möglich das Projekt ins Leben zu rufen. Da wir diese Aktivitäten kontinuierlich weiter fahren wollen, hoffen wir auf Unterstützung in den nächsten Jahren auch von weiteren Förderer.

Erste Erfolge

Wir haben schon bei 5 Events veranstaltet und darunter 10 POWEReinwanderer besucht. Firmen FESTO, DAIMLER, AUDI und IBM sind dabei. Wir erweitern unser Angebot auch auf nicht-technische Berufe, so haben wir schon Zusage bei LANDTAG BW für einen Besuch im Herbst. Etwa 50 Jugendliche beteiligten sich im Programm.

Herausforderung

Terminfindung zwischen POWEReinwanderer, Firmen, Schüler und Verein ist Arbeits- und Zeitintensiv. Manchmal verspäten sich die Schüler/Schulen mit der Anmeldung bzw. sagen die schon bestätigte Teilnahme wegen unvorhersehbaren Vorkommnissen (Lehrer ausgefallen, Krankheit etc…) kurzfristig ab. Wir haben mittlerweile ein Verfahren entwickelt, der uns diesen Prozess optimieren soll.

Kooperation

Das Konzept ist offen und erweiterbar – alle Migrantenvereine, Schulen und Firmen können sich an dem Projekt beteiligen. Das Projekt vernetzt Einwanderer, Jugendliche, Vereine, Schulen und die Wirtschaft auf eine Art und Weise, die eine nachhaltige Fortsetzung des Projekts verspricht.