Diversity Tag des Vereins WoW e. V.

Am 04. Juni 2018 fand im Social Impact Lab Stuttgart der dritte Diversity Tag des Vereins WoW e. V. statt. WoW e. V. ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich zum Ziel setzt Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt zu fördern und hierbei den beruflichen Erfolg von Frauen zu stärken, die intersektionale Benachteiligung aufgrund des Geschlechts und/oder der Migrationsgeschichte und/oder der Religion erfahren. Bei dem Diversity-Tag orientierte sich der Verein am bundesweiten Aktionstag der Charta der Vielfalt, der dieses Jahr unter dem Motto „Flagge für Vielfalt“ stattfand.

Gemeinsam mit den Expertinnen aus verschiedenen Gebieten (sozialwissenschaftliche Lehre, Antidiskriminierungsarbeit, interkulturelle Beratung), Dr. Elke Ahrens, Anna Lampert und Prof. Dr. Lara-Zuzan Golesorkhi und weiteren Gästen diskutierten die Teilnehmerinnen die Frage „Gehört Diversity zu Deutschland?“. Thematisiert wurde unter anderem das Verhältnis des Diversity-Konzeptes, das in Deutschland vorrangig auf wirtschaftlicher und profitorienterter Basis verstanden wird, zur gesellschaftlichen Vielfalt. Es wurden die Fragen gestellt, welche Chancen und Herausforderungen sich aus Diversity auf dem Arbeitsmarkt ergeben, und was jede*r von uns tun kann, um Flagge für Diversity zu zeigen. Welchen Wert hat Diversity in der Wirtschaft im Jahr 2018 und welchen gesellschaftliche Vielfalt an sich? Gehört Diversity zu Deutschland? Und gehört der Islam zu Deutschland?

Die Teilnehmerinnen stellten fest, dass es an der Zeit ist, diese unweigerlich zusammenhängenden Fragen gemeinsam zu diskutieren. Ein weiteres Fazit war, dass gesellschaftliche Vielfalt bereits eine Realität ist, mit der wir alle, bewusst oder unbewusst, schon sehr lange leben. Vielleicht sollte genau das Ziel sein: Dass Diversity tatsächlich auf allen Gebieten – auch auf dem Arbeitsmarkt – so selbstverständlich gelebt wird, dass es nicht mehr notwendig sein wird, darüber zu diskutieren.

Durch die Live-Übertragung der Veranstaltung über Facebook hatten die Diskutierenden die Möglichkeit, die Fragen über die anwesenden Gäste hinaus auch in ein breiteres Publikum und in die Gesellschaft zu tragen und, so hoffen sie, weitere Diskussionen anzustoßen.

Foto: WoW e. V.

Agnieszka Pilch